Testimonial

Erfolgsgeschichte von Annemarie

Portrait von Annemarie, Teilnehmerin des Online-Programms Mit Klarheit in deine berufliche Zukunft. Sie trägt eine Brille und ein rosa Oberteil.

Annemarie

Objektmanagerin im öffentlichen Dienst

Als Annemarie in das Online-Programm kam, war sie seit zweieinhalb Jahren in einer beruflichen Situation, die sie immer mehr blockierte.

Nach außen war vieles stabil: Sie arbeitete im öffentlichen Dienst als Objektmanagerin, hatte Verantwortung, ein Einkommen, eine Familie. Aber innerlich war da längst keine berufliche Klarheit mehr.

„Ich habe mich eigentlich gar nicht mehr wohlgefühlt“,

beschreibt sie rückblickend. Sie hatte Schwierigkeiten, ihre Arbeit zu strukturieren und zu organisieren. Vorgänge lagen auf dem Tisch, aber sie wusste nicht, wo sie anfangen sollte.

„Ich war wie versteinert.“

Dieses Gefühl wirkte sich direkt auf ihren Arbeitsalltag aus. Es gab Tage, an denen sie vor dem Monitor saß und nichts passierte. Die Aufgaben blieben liegen, die Vorgänge häuften sich, und dadurch wurde alles noch schwerer.

Annemarie beschreibt diese Zeit als eine Art Abwärtsspirale. Sie wusste: So kann es nicht weitergehen. Aber sie wusste auch nicht, was stattdessen richtig wäre.

Sollte sie bleiben? Gehen? Sich intern verändern? Etwas ganz anderes machen?

Dazu kamen die Gedanken, die viele Frauen kennen, wenn sie beruflich feststecken: Das Geld muss reinkommen. Die Familie ist da. Man trägt Verantwortung. Einfach kündigen war keine Option.

Annemarie hatte bereits versucht, etwas zu verändern. Sie hatte sich intern beworben, war auf Kur gewesen und hatte nach Impulsen gesucht. 

Trotzdem fehlte ihr ein klarer nächster Schritt.

Ihr Wunsch war deshalb nicht, sofort alles umzuwerfen. 

Ihr Wunsch war Klarheit.

“Ich wollte mich leichter fühlen, gewappnet für die Zukunft und nicht mehr so planlos.”

Der Wendepunkt kam schon in der ersten Stunde.

Annemarie beschreibt sie als emotional und gleichzeitig klärend. Da war jemand, der nicht bewertet hat, sondern erst einmal gehalten hat. Und dann den Blick wieder nach vorne gelenkt hat. „Jetzt halte ich deine Hand und jetzt gehen wir weiter.“

Im Prozess begann Annemarie wieder zu sehen, was sie kann, was sie schon geschafft hat und wie sie darauf aufbauen kann. Besonders stark war für sie die Außenwahrnehmung durch andere Menschen. Zu lesen, wie andere sie sehen, half ihr, sich selbst wieder ein Stück weit zu erkennen.

„Gerade wenn man selber dieses Gefühl hat, sich verloren zu haben, dann das alles so zu lesen, das war so, wovon ich echt immer noch dolle zehre.“

Nach und nach kam Annemarie wieder ins Handeln.

Sie begann, ihre Arbeit neu zu organisieren. Ein Beispiel war die Begehung von Liegenschaften – ein Teil ihrer Arbeit, den sie früher gern strukturiert geplant hatte, der aber in den letzten zwei Jahren liegen geblieben war. Durch die Zusammenarbeit setzte sie sich hin, plante alles neu und sprach mit ihrem Mitarbeiter darüber. Gemeinsam erstellten sie einen Jahresplan für ihre Dienstreisen.

Plötzlich war da wieder Bewegung.

„Ich habe wieder das Zepter in der Hand.“

Auch bei anderen Aufgaben ging Annemarie wieder konkreter vor. Sie nahm sich Vorgänge, schrieb Checklisten, sortierte Aufgaben und begann Schritt für Schritt.

Heute fühlt sie sich nicht mehr nur ausgeliefert. Sie sieht wieder, was sie selbst gestalten kann. Gleichzeitig weiß sie: Ihre jetzige Stelle muss nicht automatisch die Endstation sein. Es gibt mehr als nur Schwarz oder Weiß.

Für den Moment hat Annemarie eine klare Entscheidung getroffen: Sie bleibt, gestaltet ihren Arbeitsbereich neu und sortiert ihre aktuelle Arbeit. Gleichzeitig bleibt sie offen für interne Stellenausschreibungen, Weiterbildungen oder andere Möglichkeiten.

„Das ist alles nicht mehr so grau und verschwommen, sondern es wird halt so ein klareres Bild.“

Das größte Ergebnis für Annemarie ist nicht, dass sie sofort ihren Job gewechselt hat. Sondern dass sie aus der Starre herausgefunden hat. Sie fühlt sich sortiert, beflügelt und wieder handlungsfähig.

„Ich bin raus aus diesem Freeze-Modus, kann wieder nach vorne gucken und habe einfach wieder Energie aufgetankt.“

Für Frauen, die selbst beruflich feststecken, ihre Gedanken nicht mehr sortiert bekommen und zwischen Sicherheit und Veränderung hängen, ist Annemaries Erfahrung besonders wertvoll.

Sie zeigt: Berufliche Neuorientierung muss nicht immer bedeuten, sofort zu kündigen.

Manchmal beginnt sie damit, wieder Klarheit im Job zu gewinnen, die eigenen Stärken zu erkennen und die Macht über den nächsten Schritt zurückzuholen.

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