„Du folgst jetzt einfach mit den Augen meiner Hand.“
Spätestens an dieser Stelle schauen mich viele Menschen mit einem fragenden Blick an.
Augenbewegungen? Ein Muskeltest? Und das soll bei Stress helfen?
Verständlich. Wer zum ersten Mal von wingwave hört, hat oft viele Fragen. Genau deshalb möchte ich heute erklären, was hinter der Methode steckt – und warum sie deutlich mehr ist als „ein bisschen mit den Augen wackeln“.
Warum unser Gehirn manchmal gegen uns arbeitet
Vielleicht kennst du das: Du bist gut vorbereitet. Du hast dich auf ein wichtiges Gespräch eingestellt oder eine Präsentation mehrfach geübt. Eigentlich weißt du genau, was du sagen möchtest.
Und dann passiert es. Plötzlich ist dein Kopf wie leer. Dein Herz schlägt schneller. Du findest nicht mehr die richtigen Worte oder fühlst dich wie blockiert. Das liegt nicht daran, dass du dein Wissen verloren hast.
Unser Gehirn überprüft ständig, ob eine Situation sicher oder potenziell bedrohlich ist. Wird etwas als belastend bewertet, schaltet unser Nervensystem in einen Alarmmodus. Das war früher überlebenswichtig und schützt uns auch heute noch.
Im Berufsalltag ist dieser Schutzmechanismus allerdings nicht immer hilfreich. Denn in solchen Momenten fällt es uns oft schwer, ruhig zu denken, Entscheidungen zu treffen oder auf unsere Fähigkeiten zuzugreifen.
Wie wingwave dabei unterstützen kann
Genau hier setzt wingwave an. Die Methode nutzt Erkenntnisse aus der Gehirnforschung und unterstützt das Gehirn dabei, belastende Erfahrungen anders zu verarbeiten und wieder in eine bessere Balance zu kommen. Ziel ist es nicht, Erinnerungen zu löschen oder Gefühle wegzumachen. Vielmehr geht es darum, dass belastende Situationen ihren emotionalen Druck verlieren und du wieder leichter auf deine eigenen Ressourcen zugreifen kannst.
Ein Bestandteil des Coachings sind geführte Augenbewegungen. Vielleicht hast du schon einmal beobachtet, wie sich die Augen eines schlafenden Menschen schnell hin und her bewegen. Auch unser Gehirn verarbeitet in diesen Schlafphasen Erlebnisse und Emotionen.
wingwave nutzt einen ähnlichen Mechanismus im wachen Zustand. Während du mit den Augen einer Handbewegung folgst, wird dein Gehirn dabei unterstützt, belastende Eindrücke neu zu verarbeiten.
Wozu dient der Muskeltest?
Eine weitere Besonderheit von wingwave ist der sogenannte Muskeltest.
Viele stellen sich darunter zunächst etwas Mystisches vor. Tatsächlich erfüllt er eine ganz praktische Aufgabe. Ich nutze ihn als eine Art Kompass. Er hilft dabei herauszufinden, welche Gedanken, Situationen oder Begriffe tatsächlich Stress auslösen. Denn nicht immer ist das offensichtlich. Manchmal glauben wir zu wissen, was uns belastet – und im Coaching zeigt sich, dass etwas ganz anderes dahintersteckt.
Der Muskeltest unterstützt mich dabei, gemeinsam mit meinem Gegenüber genau dort anzusetzen, wo die eigentliche Belastung liegt.
Muss ich dabei alles erzählen?
Diese Frage höre ich häufig. Die Antwort lautet: Nein. Du entscheidest jederzeit selbst, worüber du sprechen möchtest und worüber nicht.
wingwave ist kein Verfahren, bei dem belastende Situationen immer wieder ausführlich erzählt werden müssen. Viel wichtiger ist, dass wir gemeinsam herausfinden, woran du arbeiten möchtest und was sich für dich verändern soll. Mir ist dabei besonders wichtig, dass du dich sicher fühlst und wir in deinem Tempo arbeiten.
Für welche Themen eignet sich wingwave?
In meiner Praxis begleite ich Menschen unter anderem bei:
- Lampenfieber oder Nervosität vor wichtigen Ereignissen
- Schwierigen Gesprächen mit Führungskräften oder Kolleginnen und Kollegen
- Beruflichen Veränderungen und wichtigen Entscheidungen
- Anhaltendem Stress
- Emotionalen oder leistungsbezogenen Blockaden
Immer dann, wenn der Verstand eigentlich schon verstanden hat, der Körper aber noch anders reagiert, kann wingwave eine sinnvolle Unterstützung sein.
Im nächsten Artikel zeige ich dir, wie dein Nervensystem dabei unterstützen kannst, wieder in Balance zu kommen. Ich stelle dir fünf einfache Methoden vor, die du in deinen Alltag integrieren kannst.
Mein Fazit
Für mich ist wingwave kein Ersatz für ein gutes Gespräch. Im Gegenteil. Ich verbinde die Methode mit meiner systemischen Arbeitsweise. Denn manchmal entsteht Veränderung durch neue Perspektiven und gute Fragen. Und manchmal braucht es zusätzlich einen Zugang, der das Nervensystem mit einbezieht.
Genau diese Kombination erlebe ich in meiner Arbeit immer wieder als besonders wertvoll.
Du möchtest herausfinden, ob wingwave zu deinem Anliegen passt?
Dann melde dich gerne bei mir. In einem unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was dich gerade beschäftigt und welche Form der Begleitung für dich sinnvoll sein könnte.